Hören
Es gibt unzählige Aufnahmen klassischer Musik. Hier sind diejenigen, die unsere Aufmerksamkeit geweckt haben.
Hasses Sonate per cembalo op. VII
Wenn ich Hasse höre, stelle ich mir einen Opernsänger vor, der sich selbst am Tasteninstrument begleitet. Die langen Melodielinien haben vokalen Charakter, während die Harmonien reich sind, ohne dicht zu wirken. Auch der ständige Wechsel zwischen schnellen und langsamen Sätzen funktioniert besonders gut. Diese Aufnahme des Amsterdamer Cembalisten Andrea Friggi aus dem Jahr 2026 ist von Anfang bis Ende ein Vergnügen. Instrumentenklang, Stimmung und Aufnahmequalität sind ausgezeichnet, und Friggis Spiel ist durchweg stilvoll und überzeugend.
—Noah Jaffe
Duo Pleyel: erst solo, dann vierhändig
Am 20. Januar 2027 spielt das Duo Pleyel im Concertgebouw ein Programm mit Solo- und vierhändigen Cembalowerken neben seinem Pleyel-Flügel von 1848. Alexandra Nepomnyashchaya spielt Muffat, und Egarrs Interpretation von Händels Suite in E-Dur (HWV 430) ist für mich die Referenzaufnahme dieses Werks. Richard nennt Muffat exotic and heavily perfumed, und ich finde das Stück ausgesprochen fesselnd. Die vierhändigen Cembalowerke von J.C. Bach und Mozart sind wenig bekanntes Repertoire: Gerade deshalb lohnt es sich, das Duo Pleyel zu entdecken.
—Noah Jaffe
Artem Belogurov spielt Mozart
Bei unserem Debütkonzert spielte Artem Belogurov ein Programm mit Soloklavierwerken von Mozart. Für diese Playlist habe ich auch mehrere Aufnahmen auf modernem Klavier ausgewählt, die dennoch zum Charakter der Musik passen. Das Programm bewegt sich zwischen intimen und dramatischen Werken. Die Variationen über „Ah Vous Dirai-Je Maman“ auf dem Cembalo wirken ganz besonders. Alle Aufnahmen bieten eine überdurchschnittliche Klangqualität.
—Noah Jaffe